DIE KORKEICHE
Korkeichenwälder bedecken eine Anbaufläche von ungefähr 2,5 Millionen Hektar in sieben Ländern: Portugal, Algerien, Spanien, Marokko, Frankreich, Italien und Tunesien.
Diese Baumart wird etwa 250 Hahre alt. Jeder Korkbaum muß ein Alter von 20 bis 25 Jahren erreichen, bevor er die erste Korkrinde liefert, genannt „Virginkork". Dieser hat eine harte und unregelmäßige Struktur. Erst danach kann sich wieder eine neue Korkschicht bilden.
Ein durchschnittlicher Baum liefert einige hundert Kilo Kork bei jeder Ernte und das viele Generationen lang. Die Korkernte erfolgt auf nachhaltige Art und Weise ohne den Baum zu verletzen.
Die Korkproduktion ist durch jährliche Neupflanzungen gesichert. Kein Baum darf gefällt oder verpflanzt werden ohne staatliche Genehmigung.
In Portugal wird jährlich mehr als die Hälfte der Weltjahresproduktion geerntet. Hier ist man schon immer besonders sorgfältig mit diesem Rohstoff umgegangen. Die ersten Gesetze zum Schutz der Korkeichen datieren aus dem vierzehnten Jahrhundert.
Mit steigendem Umweltbewußtsein wird die Korkeiche zunehmend interessanter. Es ist der einzige Baum, dessen Rinde gewonnen werden kann, ohne Verletzungen hervorzurufen und die von selbst nachwächst. Kork ist in der Tat ein erneuerbarer, umweltfreundlicher Rohstoff. Außerdem weist die Korkeiche eine weitere bemerkenswerte Eigenschaft auf, indem der geschälte Baum fünfmal mehr Kohlendioxid bindet als der ungeschälte Baum. Diese einzigartigen Eigenschaften machen Kork zu einem natürlichen und zukunftsfähigen Produkt, dessen Nutzung dazu beiträgt, einen einzigartigen Lebensraum zu erhalten.


